1898
13. März
Gründung des Feuerwehrvereins Gersau durch Präsident und zugleich Kommandant Josef Müller, Buchbinder. Ihm unterstanden 25 junge Feuerwehrmannen. Ausrüstung 2 grosse und 2 kleinere Handspritzen.


31. März
Waldbrand im Kindli. Im Jahre 1897 wurde Gersau erstmals aus Schwyz mit Strom beliefert. Bei Holzarbeiten fiel ein Holzstück auf die Stromleitung und diese berührte den Telefondraht. Der geschmolzene Draht entzündete am Boden dürres Gras und Büsche. Als die beiden ersten eintreffenden Männer Balz Nigg (Schiffmann) und Kaspar Baggenstos (Aegeten) das Feuer löschen wollten, erlitten die beiden einen tödlichen Stromschlag.
Nichtsahnend vom todbringenden Draht erwischte es beinahe den Knecht vom Kindli. Dank seinen trockenen Holzschuhen wurde er auf die Strasse heruntergeschleudert. Nun erkannten die Leute, dass zuerst der Strom ausgeschaltet werden musste.
Wiederbelebungsversuche der beiden Helden blieb erfolglos. Noch heute errinnert ein Gedenkstein bei der Kappelle an diesen Tag.




1900
6. Mai
Brand der Sägerei Bürgin in Vitznau. Die Feuerwehr rückte mit 2 Spritzen aus.
1901
6. Januar
Brand Hotel Axenfels in Brunnen.
Aus der Generalversammlung heraus rückte die noch junge Feuerwehrmannschaft nach Brunnen aus.
1904
Dezember
im Dachboden der hintern Fabrik brannte es. Die unteren Stockwerke blieben unbeschädigt, dank dem raschem Einsatz.
1905
14. August
Das Wohnhaus des Phil. Camenzind (untern Rütlen) brannte trotz raschem eingreifen nieder.
1912
28. – 29. Juli
Erste Vergnügungsreise. Zu Fuss gings im ersten Tagesmarsch nach Andermatt. Sonntagmorgen früh gings zu Fuss über den Gotthard. Danach gings mit der Gotthardbahn zurück.
1919
21. August
Halbdrei Nachmittags brannte humusartige Erde in der untern Luogi im Trid. Dank Gräben und herbeigeschafftem Wasser konnte der Brand am Folgetag gelöscht werden
1924
11. November
Brand in der obern Teigwarenfabrik (Mühli). Das Fabrikgebäude blieb erhalten
1926
7. August
Die Seidenfabrik im Eggi (hintere Fabrik der Herren Camenzind & Cie.) welche im Jahre 1846 erbaut wurde, brannte nieder


Aus dem Kirchen-Anzeiger Gersau vom 15. August 1926
«Die Clichees wurden uns gütigst vom «Bote der Urschweiz» zur Verfügung gestellt.»
22. Oktober
Ökonomiegebäude im Kreuz brannte ab
1932
20. Dezember
Brand im Parterre bei Frau Waldisbergam äusseren Altweg – heute Seestrasse 56
1933
24. Juni
2 Tägige Feuerwehrreise nach Heiden
1934
10. Mai
Waldbrand beim Kohlerboden
1935
im Juni
Brand im Magazin der Seefabrik
1937
13. März
Brand in der Farbwarenfabrik im Forst. Die Feuerwehr war innert 10 Minuten vor Ort, die Farbwarenfabrik und das Chalet neben dem Landhaus Forst brannten nieder. Die kürzlich angeschaffte Motorspritze (Grosi) hatte eine Motorpanne
6. Juni
Die Alphütte Ober-Rotstock brannte beim starkem Föhn nieder
Im Selben Jahr
Die Alphütte Gugentrüllen brannte nieder
1938
20. April
Waldbrand zuoberst auf dem Gersauerstock
6. Juli
Die Firma Vogt in Oberdiesbach ersetzt kostenlos den Motor der gelieferten Spritze, da diese bis anhin nicht richtig funktionierte
1940
22. – 24. April
Die Feuerwehr Gersau leistete Brunnen Brandhilfe beim Waldbrand im Fallenbach, es herrschte starker Föhn
1941
5. Dezember
Brand im Grosshus am Tanzplatz (Lieni’s Haus)
Das Bezirksamt macht aufmerksam, dass anlässlich des Brandfalles im Grosshus die 78 jährige allein stehende und zeitweise geistesgestörte Jungfrau Marianna Küttel, von der Buchgrindlen, welche im gleichen Hause ein Zimmer bewohnt, mit einem Petrol- oder Kerzenlicht und einem Spirituskocher im Schlafzimmer funktioniert habe. Beim Brand kam Jungfrau Marie Baggenstos, Weibels ums leben.
Auszug Bezirksamt
1943
5. März
Das Menschenacherhaus brannte nieder, es stand kein Wasser zum löschen zur Verfügung
9. September
abends ca. 8:25 Uhr brannte der oberste Stock des Rotacherhauses. Ein Menschenleben war zu beklagen, die älteste Einwohnerin von Gersau Katharina Dürnfeld-Küttel (90/Witwe)
1945
2. Januar
Der Unter-Strickgaden brannte vollständig nieder, darin verbrannten einige Kühe und Schweine
1947
Waldbrand auf der Rigi-Hochfluh, wahrscheinlich ausgelöst durch unvorsichtige Touristen
1948
5. Februar
50 Jahrfeier des Feuerwehrvereins Gersau am St.Agatha-Tag
im selben Jahr
Es brannten die Heimwesen Oberurmi und Mürg nieder
1956
erster Telefonanschluss im Feuerwehrlokal wird installiert
1959
8. Juli
Grosser Erdrutsch auf der Rimy. Die Liegenschaften Rimy und Bergli wurden zum Teil zerstört. Rund 210 000 Quadratmeter Wiesland und rund 800 Kubik Rundholz gerieten in Bewegung und bedrohte sogar das Dorf.
im Juli
Grosse Erdrutschäden gab es ebenfalls im Rotschuo-Gebiet
1961
6. – 18. Oktober
Einer der schlimmsten Waldbrände Gersaus. Das Brandgebiet im Gebiet Oberholz reichte vom «Kindli» bis zum Föhnenberg. Dem Brand fielen über 15 Hektaren Wald zum Opfer.
Das Feuer wurde vom Föhn- und Westwind immer wieder angefacht. Die langandauernde Trockenperiode war der Hauptgrund weshalb sich das Feuer immer mehr den Berg hinauf frass. Insgesamt waren diese Tage mehrere hundert Leute im Einsatz. Alle 60 Feuerwehrleute der FW Gersau, sowie die umliegenden Feuerwehren und eine 100 Mann Starkes Batallion des Militärs wurden beigezogen.

1963
im Oktober
Grosser Waldbrand im Waldbruder
1964
4. Oktober
Waldbrand an der Südseite der Hochfluh. Mit Hilfe der Rettungsflugwacht wurde der Brand innert 3 Tagen gelöscht.
1968
im Januar
Eine Lawine verschüttete in der Oberschwändi den Stall und zahlreiches Vieh.
1969
Einführung des Telefongruppenalarms
1973
Im Jahre 1973 wurde das erste Fahrzeug, ein Unimog angeschafft. Anfänglich diente es nur als Transporter für Material und Personen
1978
4. März
Das 1860 bis 1865 erbaute stattliche Hotel Müller wurde in den Samstagabendstunden ein Raub der Flammen. Bis auf die Besitzerfamilie befand sich aufgrund Renovierungsarbeiten niemand im Hotelkomplex. Im Einsatz standen 170 Feuerwehrleute der Feuerwehren Gersau, Brunnen, Vitznau, sowie der Bundeslöschzug des Kantonalen Amtes für Zivilschutz
















1979
Auf dem im Jahre 1973 angeschafften Unimog wurde ein Tank und eine kleine Motorspritze aufgebaut, um das Fahrzeug als Ersteinsatz- und Löschfahrzeug zu benutzten
1980
Brand Plattengädeli
1982
8/9. November
Föhnsturm: zahlreiche Dächer wurden abgedeckt und mussten gesichert werden.
1983
Anschaffung der Anhängeleiter aus Metall
1986
19. Januar
Brand Hotel Schwert mit grossem Sachschaden
1991
28. April
Stallbrand im Acher (total abgebrannt)
1992
Das alte Alarmsystem wurde durch das SMT-System abgelöst
31. Juli
Das Mittel-Urmi Haus brannte nieder
21. August
Das Wohnhaus in der Oberlinden brannte nieder
1993
28. September
Brand von vier Booten im Bootshafen
1994
4. Dezember, 1. Einsatz, 04:30 Uhr
Das alte Gerbihaus, gebaut 1577 brannte durch Brandstiftung vollständig nieder.
Der Blockbau mit Klebedächern und Lauben trug die Inschrift:
«MDLXXVII Meister Johannes Nic Schuhmacher Hans Steultz»










4. Dezember, 2. Einsatz
Brandstiftung frühmorgens im Werkraum der Schule
4. Dezember, 3. Einsatz
Beim Haus Sunneschyn brannte ein Leintuch an der Wäscheleine. Auch der Furrengaden neben dem Hotel des Alpes wurde brandgestiftet, verlosch aber von selber.
23. Dezember
Brand Restaurant Förstli. Das Holzgebäude erlitt Totalschaden und musste abgerissen werden.








1999
23. Mai
Starke Niederschläge und deren Folgen machten den Einsatz von Feuerwehr und Zivilschutz nötig. Der Wasserspiegel des Sees stieg durch die enormen Niederschläge bis 03:00 Uhr auf den Höchststand von 434.96 m.ü.M; dies ist ca. 1.30m über dem Normalstand.












































